
Verbrannter Spitzkohl mit Butter & Fleur de Sel
Was man braucht:
Spitzkohl, Ofenhitze, ein bisschen Butter, Salz …
Wenige Zutaten. Ganz viel Geschmack.
Was braucht es mehr ???
Vorbereitungszeit
10 Minuten
Benötigte Zeit
ca 1½ Stunden
Portionen
für 2 Personen
Küchenbesserwisserei
» Spitzkohl – wieso verbrennen und wieso bekommt der dann richtig viel Aroma?
Warum den Spitzkohl im Ganzen garen?
Der Spitzkohl kommt hier als ganzer Kopf in den Ofen. Warum?
Die äußeren Blätter funktionieren als Hitzeschild.
Innen gart der Kohl im eigenen Saft.
Das Herz wird weich, süß und aromatisch – ohne zu zerfallen.
Aufgeschnittener Kohl trocknet schneller aus. Am Stück bleibt er saftiger und konzentrierter im Geschmack.
Hitze statt Wasser
Klassisch wird Kohl gerne im Wasser weich gekocht. Ergebnis:
Ein Teil des Geschmacks landet im Kochwasser.
Es entwickeln sich schneller die typischen, eher strengen Kohlaromen.
Im heißen Ofen passiert etwas anderes.
Die leichten Kohlehydrate im Kohl karamellisieren.
Das bedeutet: Die äußeren Schichten bekommen Röstaromen.
Innen bleibt er mild und süßlich.
Genau diese Kombination aus Röstnoten außen und zartem Kohl innen macht das Gericht spannend.
Salz & Butter – lieber zum Schluss
In diesem Rezept kommen Salz und Butter erst am Ende dazu:
Salz entzieht Wasser. Würzt man zu früh, wird der Kohl schneller wässrig.
Die Butter schmilzt auf dem heißen Kohl, nimmt das Salz mit und verteilt es in den Schichten.
Das gibt:
– mehr Struktur
– einen zarten Glanz
– und dieses „butterige“ Mundgefühl, das Spitzkohl plötzlich sehr salonfähig macht.
Noch mehr Aroma?
Wer den Spitzkohl variieren möchte:
Ein Spritzer Zitronensaft über den fertigen Kohl
geriebener Parmesan über die Butter
oder ein paar Chiliflocken für eine leichte Schärfe
– aber die Basis bleibt immer gleich:
Hitze, Geduld, Butter, Salz.
Zutaten
-
1 Spitzkohl (mittelgroß)
-
50–100 g Butter
-
Fleur de Sel
Zubereitung
Dieses Rezept ist wirklich einfach.
Im Wesentlichen benötigen Sie dazu einen Spitzkohl UND starke Nerven.
Wenn ich dieses Rezept zubereite, auf die Temperatur schaue und den Spitzkohl im Ofen schwarz brennen sehe, spielt mein innerer Plattenspieler sofort meinen Lieblingssong von den Talking Heads ab:
Burning Down The House
Ofen vorheizen:
Den Backofen auf 250 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Spitzkohl vorbereiten:
Spitzkohl von den lockeren und sehr festen Außenblättern befreien. Strunk einritzen.
Den Kohl im Ganzen auf das Grillrost des Backofens legen.
Wichtig: Ohne Öl, ohne Würzung.
„Verbrennen“ lassen – ja, wirklich!
Den Spitzkohl für ca. 1½ Stunden im Ofen garen.
Der Kohl sieht recht schnell recht dunkel aus.
Aber für Sie gilt: Weiterhin Nerven bewahren!
Je nach Größe des Spitzkohls gehe ich in der letzten halben Stunde mit der Temperatur etwas runter.
Aber nur behutsam, denn das die äußeren Blätter dabei fast schwarz werden ist normal und gewollt – sie schützen das Innere.
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Schwarze Hülle entfernen
Den Kohl aus dem Ofen nehmen und kurz abkühlen lassen, bis er gut anzufassen ist.
Die schwarz verbrannten Blätter vorsichtig abziehen – wirklich verbrannt sind nur die äußeren Schichten – und das Kohlherz längs halbieren.
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Anrichten
Den heißen Spitzkohl auf Tellern oder einer Platte anrichten.
Mit dem Fleur de Sel bestreuen.
Butter in Flocken auf den Kohl setzen, damit sie schmilzt und sich mit dem Salz im Kohl verteilt.
Sofort servieren, guten Appetit.
Dazu passt: – z. B. kurz gebratenes Fleisch, Frikadellen,Fisch oder einfach ein frisches Brot.











