Buch zum Thema FoodFotografie von Cliff Kapatais, mitp-Verlag

Buch zum Thema FoodFotografie von Cliff Kapatais, mitp-Verlag

Habt ihr Lust das neue Buch von Cliff Kapatais zum Thema „Essen fotografieren“ anzuschauen und zu besprechen, wurden wir gefragt.
Gucken wir uns mal an – haben wir geantwortet.

Wir beschäftigen uns beide schon lange mit Fotografie. Und haben – insbesondere seitdem wir diesen Foodblog betreiben – viel ausprobiert und dazu gelernt. Der Verlag hat uns ein Probeexemplar des Buches zur Verfügung gestellt und wir haben mal hineingeschaut, ob und was wir damit anfangen können …

Übrigens: Wir essen IMMER, was wir kochen.
So ist es uns bei heißen Gerichten sehr wichtig, dass das Fotografieren schnell geht.

„Unser Model: Das Essen“

Der österreichische Profifotograf Cliff Kapatais mit griechischen Wurzeln hat sich auf Food und People spezialisiert. Sein aktuelles Buch richtet sich vor allem an uns Foodblogger: Das Essen ist das Model.

Kapatais unterteilt sein Buch in Kamera und Technik, Licht und Lichtsetups, Foodstyling, Werkzeuge und Planung. Am Ende hat er noch drei Übungen im Gepäck und gibt ein paar Tipps fürs Fotografieren zu Hause und im Restaurant.

„Wir müssen den Betrachter hungrig machen“

Uns gefällt seine Philosophie, nicht die perfekte Technik und Ausrüstung in den Fokus zu nehmen. Auch wir haben eine professionelle Spiegelreflexkamera, fotografieren aber auch gerne mit unseren Smartphones. Marion ist der Kamera von Thorstens iPhone XII übrigens gänzlich verfallen. Es gibt viele technikverliebte Fotografen, für uns ist es aber viel wichtiger, eine Geschichte zu erzählen oder – wie Kapaitis schreibt – Den Betrachter hungrig zu machen.

Auch beim Toolset vertritt er einen pragmatischen Ansatz:
„Wie immer gilt mein Tipp: Bevor ihr euch ein neues, teures Tool kauft. mietet es vorab mal und testet, ob ihr damit zurechtkommt, es euren Ansprüchen genügt und ihr damit wirklich bessere Bilder macht.“

Dazu erklärt der Autor den richtigen Umgang mit der Kamera und widmet sich den Grundlagen der fotografischen Technik. Hauptaugenmerk legt Kapatais aber auf Gestaltungsregeln wie Perspektiven oder Ausschnitt. Mache Dinge setzt man bei der eigenen Arbeit bereits unbewusst um. Wir fanden es gut, dass uns diese Prinzipien noch einmal bewusst gemacht werden.

Den Einsatz von Technik wie Objektive, Wahl der Verschlusszeiten, Lichtsetzung oder das Spiel mit der Schärfentiefe setzt er grundsätzlich in Zusammenhang mit dem zu erzielenden Effekt, also dem Gefühl welches das Foto vermitteln soll. Hier ein paar Beispiele, in der wir die vom Autor erwähnten Gestaltungsbeispiele genutzt haben:

Schoko-Doppeldecker-Kekse ausstechen Schneeflöckchen mit Puderzucker bestreuen | Koch für 2 Smashed Potatoes | Rezept | Koch für 2! Fischstäbchen mit Spinat und Kartoffelbrei

Muster und Wiederholungen. Gerne durchbrochen.

Rezept: Schoko-Doppeldecker-Kekse

Bewegung durch kurze Verschlusszeit einfrieren.

Rezept: Schneeflöckchen

Fokus durch Schärfentiefe setzen

Rezept: Smashed Potatoes

Mittels Visual Cues und Top-Down-Shot eine Geschichte erzählen.

Rezept: Selbstgemachte Fischstäbchen zweierlei Art mit Kräuterspinat

„ … lasst dem MacGyver in euch freien Lauf.“

Die Kapitel über Licht und Foodstyling haben uns gut gefallen: Nur wer Licht versteht, kann es richtig einsetzen und Kapatais gibt viele wertvolle Tipps, die sich kostengünstig umsetzen lassen. Zudem wird ausführlich erläutert, wie man auch mit natürlichem Licht Essen richtig in Szene setzt.

Er hat mich inspiriert: Ich werde mir jetzt endlich einen weißen Vorhang für mein Küchenfenster anschaffen. Das starke Licht von rechts macht mich jedes Mal wahnsinnig 🙁

Im Anschluss folgen gute Tipps zum Foodstyling, Aufbau der Fotos und zum Beschaffen von Requisiten, sowie selbstgebastelten Hintergründen

Apropos Hintergründe
Wir lieben den alten Holztisch von Thorsten oder auch Marions dunkelgrauen Küchentisch als Hintergrund für unsere Fotos. Aber wir haben auch 2 dünne Kappa-Platten besorgt, die wir in 4 unterschiedlichen Farben (dunkelgrau, hellblau, weiß und rot) bemalt haben.

Pochierte Rinderfilets in Rotwein Mango-Maracuja-Mascarpone-Creme Bärlauchbeutel mit Lachs und grünem Spargel Pfannkuchen mit roten Johannisbeeren

Der alte Holztisch von Thorsten.

Rezept: Pochierte Rinderfilets in Rotwein

Marions dunkler Küchentisch.

Rezept: Mango-Maracuja-Mascarpone-Creme

Die hellblaue Platte, die …

Rezept: Bärlauchbeutel mit Lachs und grünem Spargel

 

… auf der anderen Seite weiß ist.

Rezept: Pandekager med ribs | Pfannkuchen mit roten Johannisbeeren

Kapatais räumt mit Mythen auf und gibt Tipps, wie man sein Model (Das Essen 🙂 ) ansprechend aussehen lassen kann.

„Das Shooting an sich sollte relativ ‚langweilig‘ sein, denn alle Arbeit haben wir ja schon vorab gemacht.”

Am Ende gibt es Profitipps. Worauf muss man achten, wenn man nicht mehr für sich selber, sondern für einen Kunden shootet. Und da geht es vor allem um die Planung und die Kommunikation.

Noch zum Schluss ein einfacher und zugleich genialer Tipp von Cliff Kapatais, der uns zum Schmunzeln gebracht hat:

„Refklektor, oder: Ich trage weiß“

Unser Fazit

Gutes Buch das in klaren Worten erklärt.

Und – obwohl wir vieles bereits wussten und  – bewusst oder unbewusst – einsetzen, hat das Buch uns inspiriert.

Gerade für Einsteiger sehr hilfreich.

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Rezension zu „FoodFotografie“ von Cliff Kapatais Last Update: 2021-10-03T09:04:38+02:00 da Marion